Verkehrsteilnehmer

sind nicht immer rücksichtsvoll, aber in Brasilien arrangiert man sich normalerweise und selbst im Verkehrschaos von São Paulo hupt selten ein erboster Autofahrer. In Deutschland sieht das anders aus, Hupen ist auch verpönt, aber anonyme Belehrungen von Oberlehrern gibt es im Gegensatz zu Brasilien zuhauf. So fand mein Partner Holger Sax an der Windschutzscheibe seines ordnungsgemäß geparkten Autos auf dem Besucherparkplatz eines Kunden diese links gezeigte köstliche Nachricht vor.

Meine Tochter hatte ein ähnliches Erlebnis in Deutschland, sie hielt an, um einer gestürzten Radfahrerin zu helfen und ließ ihr Auto dazu am Beginn einer Einfahrt stehen. Trotz der offensichtlichen Notsituation musste sie sich dumme Bemerkungen anhören. Gestern holte sie mich in Bremen um 20:00 am Hauptbahnhof ab und ich lud meine Reisetasche im strömenden Regen in ihren Wagen. Das behinderte einen Taxifahrer für ca. 5 Sekunden, dem es egal war, ob ich ohne jeglichen Regenschutz gründlich nass wurde, er führte mir erst mal das Leistungsvermögen seiner Hupe vor und gleichzeitig ungewollt sein Empathievermögen.

Noch eine Anmerkung; in Brasilien muß man beim Besuch der Firmen Avon und Siemens in São Paulo als Besucher Parkgebühren zahlen. Erstaunlich, dass sich Konzerne diese Einnahmequelle erschließen müssen, in Deutschland wurde ich bisher niemals von einer von mir besuchten Firma zur Kasse gebeten.

Man muss natürlich nicht Autofahren, man kann auch auf die Bahn ausweichen. Gestern wollte ich um ca. 14:00 von Kirchhundem mit Umsteigen in Hagen, Hannover und Bremen nach Oldenburg fahren. Als ich in Hannover einfuhr, fuhr mein Anschlußzug gerade weg, weil ich irgendwo in der Provinz auf einen Zugteil warten musste, der angekoppelt werden sollte und sich verspätet hatte. Hätte der ICE in Hannover zwei Minuten gewartet, wäre ich noch mitgekommen. So mußte ich fast eine Stunde warten und fuhr dann mit der Regionalbahn nach Bremen, wo meine Tochter mich erwartete, die anstelle 15 Minuten nach Oldenburg zu fahren, dadurch über eine Stunde unterwegs war. Um 21:30 war ich dann endlich bei ihr zuhause. Ein langer Tag für jemanden, der um 5:30 aufgestanden war, um von Duisburg aus zum ersten Kundentermin zu fahren. Gestern war übrigens Freitag, der Dreizehnte.

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EUROLATINA – Internetauftritt neu gestaltet

Eurolatina hat bisher zwei Webauftritte, www.eurolatina.biz und www.eurolatinainternational.com.br. Der erste Auftritt, der hier gezeigt wird
richtet sich an brasilianische Besucher, die an den von uns vertriebenen Komponenten, Maschinen und Anlagen interessiert sind. Diese Seite sieht ab jetzt so aus:

Der zweite Auftritt richtete sich an deutschsprachige Besucher, die in Brasilien Geschäfte machen wollen und Beratung sowie praktische Unterstützung benötigen und an solche, die schon in Brasilien tätig sind, aber keine befriedigenden Resultate erzielen und diese durch unsere operative Mitwirkung im Neuorientierungsprozess nachhaltig verbessern wollen. Dieser wird künftig in die oben gezeigte neue Version unserer Homepage integriert.  Die noch unter www.eurolatinainternational.com.br bestehende alte Version, die seit 2014 nicht mehr überarbeitet wurde, sieht so aus:
Sie wird in den nächsten Tagen gründlich überarbeitet und neu gestaltet unter www.eurolatina.biz zur Verfügung stehen und auf Deutsch und später auch auf Englisch unseren Kunden außerhalb Brasiliens erklären, was wir für sie tun können. Damit haben wir den ersten Schritt für unser 25jähriges Firmenjubiläum, welches wir 2019 feiern werden, gemacht – weitere werden zum Nutzen unserer Kunden folgen.
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US-Präsident destabilisiert den international Stahlmarkt

Dabei stöhnt dieser sowieso unter weltweiten Überkapazitäten, die vor allem den größten Stahlerzeuger der Welt, China, zuzuschreiben sind. Die Graphik zeigt den Stahlexport nach den USA, der durch die jetzt verhängten Schutzzölle schrumpfen und dabei die Stahlverarbeiter in den USA, die den Importstahl z.B. zu Blechen auswalzen, empfindlich treffen wird. Was mit Sicherheit zu Entlassungen in den USA führen wird.

Kennt Donald Trump diese Zusammenhänge nicht, hört er nicht auf seine Berater oder sind diese so schlecht, dass sie die Auswirkungen der Abschottung auch nicht überblicken?

In Brasilien sind die Aktienkurse von CSN, Gerdau und Usiminas jedenfalls zunächst mal kräftig gefallen. Und wenn die EU Gegenmaßnahmen ergreift und US-Produkte ebenfalls mit Strafzöllen belegt, will POTUS importierte BMWs, Mercedes, Audis und Porsches in den USA teurer machen. Eine Schraube ohne Ende…und leider nicht die von Archimedes, die schon den alten Ägyptern gute Dienste leistete.

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Weiteres aus Absurdistan

Wer in São Paulo als bewusster Nutzer weniger Wasser verbraucht, soll nach Willen der SABESP künftig mehr bezahlen, denn – so die Logik der nicht von volkswirtschaftlicher Sachkenntnis getrübten Staatsfirma – wenn die Einnahmen durch den geringeren Verbrauch sinken, muss der Umsatzrückgang durch höhere Preise kompensiert werden. Niedrigere Nachfrage führt als zu höheren Preisen, das klingt nobelpreisverdächtig!

Der Oberste Bundesgerichtshof hat es endgültig geschafft, die Verfassung außer Kraft zu setzen. Ein Stadtverordneter von Nova Soure in Bahia hatte 2004 Stimmen gekauft und seine Wirtschaftskraft mißbraucht und wurde deshalb mit der Aberkennung des passiven Wahlrechts für drei Jahre bestraft. 2008 wurde er wiedergewählt, völlig korrekt, weil die Dreijahresfrist abgelaufen war. 2012 wollte er wieder kandidieren, aber das wurde ihm vom Obersten Wahlgericht verwehrt, weil inzwischen ein neues Gesetz gelte, welches seit 2010 acht anstelle drei Jahre als Strafe vorsehe. Der Oberste Bundesgerichtshof hat mit 6 zu 5 Stimmen jetzt entschieden, dass dies rechtens sei. Damit ist die Maxime der Verfassung, dass niemand für ein Vergehen nach einem Gesetz bestraft werden könne, welches zum Zeitpunkt des Vergehens nicht bestanden habe, außer Kraft gesetzt. Für den Präsidenten des Oberste Bundesgerichtshofes, Luiz Fux, ist das offensichtliche Fehlurteil völlig normal und in Ordnung und mit seiner Meinung leistet er, aber nur in seinen Augen, einen wertvollen Beitrag zur Rechtssicherheit in Brasilien.

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Brasiliens Kfz-Industrie im Aufschwung

Volvo führt wieder eine zweite Schicht im LKW-Werk Curitiba und stellt Mitarbeiter ein. Volkswagen bereitet seine Zulieferer auf ein größeres Wachstum in 2018 vor. PSA verliert zwar immer noch Geld in Brasilien, aber weniger. GM investiert im Werk São Caetano. Der indische Zulieferer PCL investiert 30 Millionen US$ in seine erste Fabrik in Brasilien. UFI Filters baut für 4 Millionen € eine neue Fabrik in Brasilien. MAN Lateinamerika stellt im Januar Exportrekord auf. Der Kreditverkauf von leichten Fahrzeugen nimmt im Januar um 24,4% zu.

Die Initiative von PCL ist ein weiterer Hinweis darauf, dass sowohl Indien als auch China zunehmend direkt in Märkten tätig werden, die lange Jahre Domäne deutscher Firmen waren. Das gilt nicht nur für die Autoindustrie, sondern auch z.B. für den Werkzeugmaschinensektor. Und es hilft deutschen Firmen nicht, sich auf Qualität, Zuverlässigkeit und Technologie zu berufen, wenn der Preis nicht stimmt. Das erleben mein Partner Holger Sax und ich täglich, wenn unsere Verkäufer von Kundenbesuchen zurückkommen und berichten, dass unsere Importmaschinen im Vergleich zu lokalen so teuer seien, dass selbst größere Kunden bewußt die schlechtere Lösung in Kauf nehmen, weil die Preisdifferenz ein zu starkes Argument ist. Dass der Kunde später mit seiner Maschine auch Probleme gekauft hat, will er bei der Kaufentscheidung nicht wahrhaben.

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BBB?

Big Brother Brasil? Gott bewahre, nein! Es geht nur um BB, nämlich um die Herabstufung Brasiliens durch Fitch Ratings von BB auf BB-. Das war zu erwarten, denn Standard&Poor’s hat diesen Schritt schon vor über einen Monat vollzogen. Fitch hatte wohl noch gehofft, dass die Sozialversicherungsreform durchgeführt wird, aber da dem nicht so war, blieb nur das Herunterstufen. Wenigstens wurde die Prognose von negativ auf stabil umgestellt. Trotzdem ist Brasilien jetzt offiziell als schlechter Zahler gebrandmarkt. Schade, denn wir hatten ja schon mal den Investitionsgrad erreicht. Was doch der Sozialismus in kürzester Zeit erreichen und anschließend die Urheberschaft verleugnen kann!

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Brasilien

Hier finden Sie in meinem persönlichen virtuellen Bücherregal Informationen über Brasilien in meinen Publikationen und Vorträgen:
Auch hier lohnt sich ab und zu ein KLICK oben in „Bücherregal“, um zu sehen, ob es etwas Neues  über Brasilien zu lesen gibt.

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Deutsche und andere Firmen in Brasilien

Eurolatina vertritt etliche Firmen in Brasilien, die meisten aus Deutschland, aber auch aus Österreich, Japan, Kanada, Frankreich und der Schweiz. Präsentationen dieser Unternehmen finden Sie hier in meinem virtuellen BÜCHERREGAL „Company Presentations„:

Klicken Sie von Zeit zu Zeit oben in „Company Presentations“, denn das Büchrregal wird ständig aufgefüllt!
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International Business Development