Solarenergie in Brasilien – ein Wachstumsmarkt entwickelt sich

Ein Gastartikel von David Fischer von vovendis – eco-consulting & development

Neben den im Rampenlicht stehenden Photovoltaik-Märkten China, USA, Indien und Japan könnte Brasilien der zukünftige Shooting-Star der Übersee-Märkte werden. Das fünftgrößte Land des Planeten bietet dafür ein enormes Potenzial. Die Sonneneinstrahlung liegt zwischen 4.500 und 6.100Wh / m2 pro Tag und ist damit ca. doppelt so stark im Vergleich zu Deutschland. Die nordöstlichen Regionen des Landes registrieren das höchste Potenzial.
Im Vergleich zu anderen aufstrebenden lateinamerikanischen PV-Märkten wie Argentinien, Chile oder Mexiko bietet Brasilien einige Vorteile, darunter:
– Hohes Strompreis-Niveau – vergleichbar mit Deutschland
– Regulierter Energiemarkt mit klar definierten Zuständigkeiten von Behörden und staatlichen Organisationen
– Gut strukturiertes Auktionssystem, welches sich in den Auktionen der letzten Jahre (Wasser-, Windkraft, Biogas- und Solar-PV-Strom) bewährt hat.
– Klare politische Absicht die Nutzung erneuerbarer Energien auszubauen
– Wachstumsmarkt mit steigenden Investitionen in die Solarenergie
Brasilien liegt aktuell hinsichtlich Investments in Erneuerbare Energien weltweit auf Rang 7. So sind in 2016 laut UNEP und Bloomberg rund 7Mrd. U$ in Projekte der Erneuerbaren Energien investiert worden. Die brasilianische Energiematrix zeichnet sich durch eine Dominanz der Wasserkraft aus.  So stammen ca. 66% des brasilianischen Stroms aus dieser Energiequelle. Trotz des gigantischen Potenzials wird bislang nur etwa 1% durch Solarenergie erzeugt.
Parallel zur schwierigen politischen und wirtschaftlichen Situation entwickelte sich das Solargeschäft in den letzten Jahren sehr stark. Vor allem der Markt der Distributed-Generation wird weiter stabil wachsen, genau wie schon im letzten Jahr. Experten erwarten Wachstumsraten von 300% oder mehr. Nachdem die Marke von 1.000 Netzanschlüssen im Oktober 2015 geknackt wurde, waren es im Juni 2017 bereits 12.590 mit einer Gesamtkapazität von 101MW.
Ein Grund für diese rasche Expansion sind die günstigen rechtlichen Rahmenbedingungen, die mit der Resolution 687/2015 vom 1. März 2016 in Kraft getreten sind. Unter anderem ist es möglich mit Anlagen von bis zu 5MW in das Netz einzuspeisen, Betreiberkonsortien zu bilden sowie den produzierten Strom an einem anderen Ort innerhalb des Versorgungsgebietes des jeweiligen Energieversorgers zu nutzen (Wheeling).
In den zwei Auktionen des Jahres 2015 wurden Stromabnahmeverträge für Solarpark-Projekte mit einer Kapazität von fast 1,8 GW versteigert. Bis Ende 2018  werden davon laut der brasilianischen Regierung ca. 1,5 GW ans Netz gehen. Für deutsche Unternehmen der Branche gilt es also die die Chancen des wachsenden Solar-PV-Marktes in Brasilien zu nutzen.
Diese Woche eröffnet mit der Intersolar South America 2017 http://www.intersolar.net.br/en/home.html Lateinamerikas wichtigste Messe für Solarenergie in São Paulo. Vom 22. bis zum 24. August 2017 finden im Expo Center Norte neben der Intersolar auch parallel der gleichnamige Kongress sowie die Schwestermessen EnergyDecentral South America (Biomasse) und EES South America (Speichertechnologien) statt. 
Für weiterführende Informationen zum brasilianischen Photovoltaik-Markt bietet sich die kostenlose Marktstudie der Beratungsfirma vovendis aus Hamburg an. 
Die 2. Auflage der Marktstudie „PV-Solar-Markt Brasilien 2017 – Chancen für deutsche Unternehmen“ können Sie hier kostenfrei anfordern: http://vovendis.de/ueber_uns/studien_und_marktberichte/ 

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