Mercosul – eine verlorene Hoffnung

Mit der vorübergehenden – gesetzeswidrigen – Aussetzung der Mitgliedsrechte Paraguays, damit konnte Venezuela in’s Boot geholt werden, zeigte vor allem Brasilien bzw. seine jetzige PT-Regierung, was man von Demokratie hält. Es reicht nicht, Kubas Infrastruktur mit Geld, was dringend in Brasilien benötigt wird, zu finanzieren und Ärzte aus Kuba in’s Land zu holen, deren Bezüge in Brasilien unter einem Mindestlohn liegen, während der Rest der 10.000 R$ an das kubanische Regime überwiesen wird, nein, man muss sich auch in die inneren Angelegenheiten Venezuelas einmischen, wenn dort gegen das pseudodemokratische Regime des Chaves-Nachfolgers demonstriert wird. Aber nicht die brutale Niederknüppelung der Demonstranten ist Anlass zur Reaktion, nein, im Gegenteil, die Gefährdung des Sozialismus ist die Sorge unserer Regierung. So werden wörtlich in einer offiziellen Stellungnahme kritisiert: „…tentativas de desestabilizar a ordem democrática…“ und „…as ações criminosas de grupos violentos que querem espalhar a intolerância e o ódio na República Bolivariana da Venezuela como uma ferramenta política…„. Zynischer geht’s nicht: „…Versuche, die demokratische Ordnung zu destabilisieren…“ und „…kriminelle Akte gewalttätiger Gruppen, die die Intoleranz und den Hass in der Bolivarianischen Republik Venezuela als politisches Werkzeug verbreiten wollen„.

Das andere pseudodemokratische Mitglied des Mercosuls (oder wie in Deutschland gebräuchlicher: Mercosurs), Argentinien, ist so abgewirtschaftet, dass Brasiliens Handelsbilanzsaldo dieses Jahr um 2 Mrd. US$ schrumpfen kann, Auswirkung der Wechselkurskrise in der „Peronistischen Republik“ Argentinien.

Man sollte daher nicht mit den nur auf dem Papier stehenden hehren Zielen der Mercosulstaaten rechnen, wenn man in diesem Gebiet Geschäfte machen will.

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